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Pfeile schwer oder leicht?
Kindergeburtstag 1
Pfeile Schwer oder leicht?

Physikalische Grundlagen
Beim Ausziehen des Bogens wird Energie in den Wurfarmen
gespeichert. Beim Ablass des Pfeiles wird diese Energie in
Bewegungsenergie des Pfeiles und in Verluste des Bogens
umgesetzt. Dabei berechnet sich die Bewegungsenergie in

Ekin = 0,5 * m * v² (m = Masse ; v = Geschwindigkeit)

Ein langsamer Pfeil bedeutet also nicht, dass er weniger Energie
zum Ziel trägt, wenn er nur schwer genug ist. Ein langsamer
Pfeil sorgt sogar dafür, dass mehr Energie auf die Strecke
kommt, da der Bogen sich in sich langsamer bewegt und damit
weniger Verluste erzeugt = höherer Wirkungsgrad.
Der Luftwiderstand des Pfeiles berechnet sich nach der Formel

FLuft = Cw * A * 0,5 * rLuft * v²

Dabei ist Cw, A sowie die Dichte der Luft rLuft konstant und die
Bremskraft auf den Pfeil damit umso höher, je höher dessen
Geschwindigkeit ist. Ein langsamer Pfeil behält also während des
Fluges mehr Energie bis zum Ziel.
Für den Seitenwind gilt dieselbe Formel, wie für den
Luftwiderstand und

a = F / m (a = Abdriftbeschleunigung, F = Windkraft)

Je höher also die Masse m des Pfeiles, desto kleiner die
Seitbeschleunigung und damit die Abdrift bei Seitenwind.
Was letzten Endes für den Aufprall an Verformungsenergie für
Fell, Muskeln und Knochen verbleibt ist in hohem Maße eine
Funktion des Pfeilgewichtes. Die Flugdauer verändert sich dabei
nur unwesentlich.
Beispiel:

Pfeilgewicht: 200gn
Spitzengewicht A: 100gn @ vA = 320fps = 97,5m/s = 350km/h
Spitzengewicht B: 180gn
VB = 97,5m/s²
200+100
200+180 = 86,7m/s = 284fps

Die Flugdauer ist nicht sehr unterschiedlich, da der schwere
Pfeil weniger gebremst wird und vB in Wirklichkeit höher liegt, da
der Bogen beim Abschuss weniger Energie vernichtet.